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Gespenstschrecken oder Stabschrecken (Phasmida spec.)

Die Gespenstschrecken oder Stabschrecken unserer Schule sind eigentlich in Asien beheimatet. Sie ernähren sich hauptsächlich von Brombeerblättern, die man überall finden kann, was die Haltung sehr einfach macht. 

Ob man ein Männchen oder Weibchen vor sich hat, lässt sich leicht an der Größe der Tiere ausmachen. Während Männchen etwa 5-6 cm groß werden, sind die Weibchen mit 8 - 8,5 cm deutlich größer. In ihrer Lebenserwartung unterscheiden sie sich aber kaum: beide werden etwa 1 Jahr alt.

Sie mögen eine Umgebungstemperatur von 22-28°C sowie eine Luftfeuchtigkeit von 60 - 80 %.

Im naturwissenschaftlichen Unterricht kommen sie immer wieder zum Einsatz.

Forscherfrage

Wie viel frisst eine Gespenstschrecke in einer Woche?

Bestimmung der zur Verfügung gestellten Blätter zu Beginn des Experiments.

Markiertes Pärchen während einer Untersuchung

Durch die Markierung konnte ein zu Beginn des Experimentes gewogenes Pärchen am Ende des Experimentes wiedergefunden und erneut gewogen werden.

Paarung

Bei der Partnersuche spielen oft Duftstoffe eine Rolle. Ist ein Weibchen gefunden, findet die Paarung statt. Dazu steigt das Männchen auf das Weibchen und schiebt seine Geschlechtsorgane unter die sog. Subgenitalplatte des Weibchens.

Eier

Die äußere Hülle der Eier ist oft charakteristisch in Form, Farbe und Oberfläche und kann zur Bestimmung der Art herangezogen werden.

Bei unseren Gespenstschrecken besitzen die Eier einen Durchmesser von etwa 2 mm.

Am vorderen Pol der Eier sitzt eine Art „Deckel“, der von der schlüpfenden Nymphe aufgedrückt wird.

Entwicklung

Stab- und Gespenstschrecken gehören zu den hemimetabolen Insekten, d.h. es gibt kein Puppenstadium und keine Metamorphose wie z.B. bei Schmetterlingen.

Das Jugendstadium – die Nymphe – sieht dem erwachsenen Tier – dem Imago – schon ähnlich.

Exuvie

Die äußere Haut kann nicht mitwachsen, so dass sich die Tiere beim Wachstum mehrmals häuten müssen. Dabei bleibt eine sog. Exuvie übrig. Im Bild sieht man sehr schön die Naht und das Loch, aus der das Tier während / nach der Häutung herauskommt.

Nahrung

Unsere Gespenstschrecken fressen sehr gerne Brombeerblätter, die man nahezu überall finden kann. Dadurch ist die Haltung sehr unkompliziert. Die Futterpflanzen werden als belaubte Zweige in am besten enghalsigen Vasen in das Terrarium gestellt.

Pärchen

Bei manchen Arten, wie auch bei unseren Phasmiden, lassen sich die Männchen über Wochen oder gar den Rest ihres Lebens von den Weibchen tragen. Dieses Verhalten dient dazu, nach der Kopulation anderen Männchen eine weitere Paarung mit dem Weibchen zu erschweren oder unmöglich zu machen.

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